Freitag, 20. Juli 2018

Rezension zu "Krabat"

Titel: Krabat
Autor: Otfried Preußler
Verlag: Thienemann
Seitenanzahl: 256
ISBN: 978-3-522-20087-5


Inhalt

Der 14 Jahre alte Krabat führt ein Bettlerleben bis er kurz nach Neujahr zu der Mühle im Koselbruch gerufen wird. Dort wird er vom Meister als Lehrling eingestellt. Jedoch ist dies keine normale Mühle und der Meister kein einfacher Müller. Dunkle Dinge gehen vor sich und schon bald erkennt Krabat, dass er sich in großer Gefahr befindet.


Wie kam ich zum Buch?

Den Film habe ich zwar schon oft gesehen, aber das Buch hatte ich bisher noch nicht gelesen, also habe ich es mir aus der Bibliothek ausgeliehen.



Meine Meinung

Der Schreibstil ist etwas altmodisch, aber ziemlich einfach gehalten. So kommt man einerseits gut voran, aber andererseits hat das Buch sprachlich nicht allzu viel zu bieten.
Die Story an sich ist sehr interessant mit dem Meister und der schwarzen Magie, allerdings ist es manchmal etwas langatmig, denn es passieren immer wieder die gleichen Dinge. Die schwarze Schule wird eher in den Hintergrund gerückt, dafür wird wieder und wieder geschildert, was die Jungen für Arbeiten auf der Mühle leisten müssen, wie sie mahlen, schleppen, etc. Jedes Jahr beobachtet Krabat die selben Dinge und jedes Jahr erzählt er diese auf die gleiche Weise. Das wird mit der Zeit langweilig und ich empfinde es als sehr schade und auch unverständlich, dass der Fokus darauf gelegt wurde.
Was ebenfalls zu kurz kommt sind die einzelnen Personen und ihre Beziehungen zueinander. Die Charaktere bleiben, bis auf Krabat, sehr oberflächlich. Man kann keine richtige Beziehung zu ihnen aufbauen und wenn einer dann mal etwas genauer beleuchtet wird, ist er meist kurz darauf schon tot, was dann doch recht witzlos ist.
Eine Sache, die mich noch dazu gestört hat, war die Liebesgeschichte. Sie ist einfach so unglaublich überstürzt und gekünstelt. Sie haben sich vielleicht 3 mal gesehen ohne wirklich viel miteinander zu reden und würden schon ihr Leben füreinander geben? Das ist nicht romantisch, das ist nicht bedingungslos, das ist dumm!
Das Ende war für mich keine Überraschung, da ich den Film bereits mehrfach gesehen habe, allerdings war es äußerst abrupt und viel zu kurz.

SPOILER!!!

Sie taucht auf, bittet ihn frei, erkennt ihn und alle gehen einfach. Das soll ein Ende sein? Für mich war das absolut unbefriedigend und es wirkt so, als hätte der Autor das Buch ganz schnell fertig stellen wollen.




💗💗💗 von 💗💗💗💗💗

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