Samstag, 10. Juni 2017

Rezension zu "Scherbenparadies"

Titel: Scherbenparadies
Autorin: Inge Löhnig
Verlag: Arena
ISBN: 978-3-401-06602-8
Seitenanzahl: 254



Inhalt

Sie liebte ihn, seit er zum ersten Mal die Klasse betreten hat. Ständig muss sie an ihn denken. Vor Kurzem hat sie sich sogar von ihrem Freund getrennt. Jetzt ist sie frei. Frei für ihn.

Nils Joswig tritt seine erste Stelle als Lehrer an. Seine Schüler machen es ihm leicht, sich einzugewöhnen. Nur um eine Schülerin macht er sich Sorgen - mehr, als er es als Lehrer eigentlich sollte.

Sandra hat ein Geheimnis, von dem niemand erfahren darf. Es würde nicht nur ihr Leben zerstören, sondern auch das ihrer kleinen Schwester. Sie merkt es nicht einmal, als sie einen Fehler macht, der unverzeihlich ist.


Wie kam ich zum Buch?

Das Buch lag lange Zeit im Schrank meiner Mutter und nun hat sie es mir vor kurzem geschenkt und da ich Lust auf etwas leichte Lektüre hatte, habe ich es heute angefangen und auch gleich beendet.


Meine Meinung

Enttäuschung. Das habe ich gespürt, nachdem ich dieses Buch beendet habe. Der Grund ist, dass Scherbenparadies für mich kein Thriller ist. Man begleitet Sandra, die versucht trotz der unmöglichen Lebensumstände ihr und ihrer kleinen Schwester Vanessa ein normales Leben zu ermöglichen. Später kommt dann noch hinzu, dass Sandra in der Schule gemobbt wird. Und das war es auch schon. Am Ende kommt zwar etwas Action in die Geschichte, aber ein Thriller ist es deswegen noch lange nicht. Die Einordnung als Jugendroman würde wahrscheinlich besser passen, denn schließlich werden dort Probleme von Jugendlichen zu genüge aufgegriffen. Es war zwar durchaus interessant über Sandras Erlebnisse zu lesen, aber es ist nicht das was ich erwartet habe und was versprochen wurde.
Ein weiteres Manko war für mich der Schreibstil. Gestört hat mich zum einen die verwendete Jugendsprache, denn sie wirkt sehr gewollt, und zum anderen der allgemeine Schreibstil, bei dem ich sowohl die vielen Songtexte als auch das wiederholte Auftreten von kurzen oder unvollständigen Sätzen als lästig und unschön empfand.
Dieser Kategorie unschön schließt sich auch noch etwas weiteres an, die Affäre. An sich kann ich verstehen, warum es sie gibt, aber die Ausarbeitung hat mir nicht gefallen. Mir persönlich war es zu schnell, zu heftig und zu kitschig.
Nichtsdestotrotz war Sandra eine Protagonistin, mit der ich gut mitfühlen konnte und die ich auch als sehr sympathisch empfand, was das ganze Buch etwas gerettet hat, aber generell würde ich das Buch leider nicht empfehlen.

 
♥♥ von ♥♥♥♥♥

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